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OBaem ...
Olivenbaum

Der Olivenbaum - von der Aufzucht bis zum Olivenöl

Der Olivenbaum (Olea europaea), auch Echter �lbaum, ist ein mittelgro�er, im Alter oft knorriger Baum, aus der Gattung der �lb�ume (Olea) die zur Familie der �lbaumgew�chse (Oleaceae) geh�rt. Er wird schon seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. als Nutzpflanze kultiviert und kommt urspr�nglich aus dem s�dlichen Vorderasien.

Der Europ�ische Olivenbaum w�chst in allen Gebieten um das Mittelmeer und zum Teil auch um das Schwarze Meer, die keine extremen Klimabedingungen aufweisen. Er kann hohe Hitze ertragen, leidet aber leicht durch Frost in kalten Wintern, wodurch nicht nur die Ernte einzelner Jahre, sondern der Bestand ganzer Plantagen bedroht ist. Er gilt als Charakterpflanze der mediterranen Flora und weist die Gebiete, in denen er gedeiht, als Gebiete mit mediterranem oder Mittelmeerklima aus. Es wurde immer wieder versucht, das Anbaugebiet des Olivenbaums nach Norden und in rauere Gebiete zu erweitern. Diese oft �ber Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte erfolgreichen Versuche schlugen letztendlich aber immer wieder fehl. (Das letzte Mal im Februar 1956, als ein K�lteeinbruch aus Osteuropa Millionen von Olivenb�umen in S�dfrankreich, Norditalien und Spanien vernichtete.).

Das langsam wachsende Holz des Baumes ist reich verzweigt, mit gr�ngrauer, glatter und im Alter rissiger Rinde. Der Baum wird (je nach Sorte) bis zu 20 m hoch. Die wilden Oliven sind kleiner als die Z�chtungen.

Der Olivenbaum ist eine immergr�ne Pflanze, das hei�t, er verliert zu keiner Jahreszeit sein Laub. Die kleinen Bl�tter sind oberseits graugr�n und an der Unterseite silbrig gl�nzend und grau gef�rbt. Sie sind schmal und laufen spitz nach vorne zu (lanzettlich). An der Unterseite haben sie kleine H�rchen, so genannte Sternhaare oder sternf�rmige Schuppenhaare, die den Baum vor dem Austrocknen sch�tzen, indem sie aus den Spalt�ffnungen austretendes Wasser wieder einfangen und dem Blatt erneut zuf�gen.

Die wei�en oder gelben Bl�ten des Olivenbaumes sind zwittrig. Abh�ngig vom Verbreitungsgebiet bl�hen Olivenb�ume von Ende April bis Anfang Juni. Die vierz�hligen Bl�ten bestehen aus vier Kronbl�ttern und vier Kelchbl�ttern, die die Staubgef��e und den Stempel umgeben und stehen an Rispen, die zwischen 10 und 40 Bl�ten tragen. Wird der Baum durch Trockenheit oder N�hrstoffmangel etwa sechs Wochen vor der Bl�te gestresst, vermindert sich der Ertrag, weil die Bl�tenzahl vermindert wird und Bl�ten nicht zum Fruchten kommen. Die meisten Sorten sind selbstbefruchtend, wobei Fremdbest�ubung meist den Ertrag steigert. Einige Sorten sind jedoch auf Fremdbest�ubung angewiesen und brauchen ein genetisch verschiedenes Exemplar zur Best�ubung. Die Bl�te wird �ber den Wind best�ubt.

Aus der Bl�te bildet sich nach der Befruchtung die Frucht: die begehrte Olive. Dabei handelt es sich um eine Kernfrucht, bei der ein harter Kern von weichem Fruchtfleisch umgeben ist.

Die Olive ist eine mediterrane Steinfrucht. Sie ist wegen ihrer Bitterkeit roh nicht genie�bar, aber nach mehrmaligem Einlegen in Wasser, bei dem die Bitterstoffe ausgeschwemmt werden, essbar.

In �l eingelegte Oliven sind ohne weitere Konservierungsstoffe relativ lange haltbar, was zumindest zum Teil ihre gro�e Bedeutung f�r die mediterrane K�che erkl�rt.

Die Olivenb�ume in den Olivenhainen werden zur besseren Ernte beschnitten, damit sie kleiner bleiben. Dabei gilt die traditionelle Regel, je krummer und knorriger, desto besser der Ertrag. Der Olivenbaum ben�tigt viel Zeit zum Wachsen, kann jedoch mehrere hundert Jahre alt werden. Die �ltesten bekannten Exemplare Italiens in Apulien und in Sardinien werden auf 3000 Jahre gesch�tzt, genauso alt wie ein Olivenbaum bei Getsemani in Israel.


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